> Berücksichtigung aller möglichen Materialbeanspruchungen >>

Dies gilt aber nicht bei Federscheiben, die zu den elastischen Ringen zählen und eine Materialbeanspruchung bei Biegung, Verdrehung und Schub zulassen.
Durch eine Kombination dieser verschiedenen Beanspruchungen können Federkräfte erzielt werden, die nicht unbedingt proportional zum Arbeitsweg sind, so dass sich die Elastizitätskurve und gewünschte Belastung der Anwendung präzise anpassen lassen. So ist es möglich, Federscheiben zu entwickeln, deren Beanspruchungskurve im ersten Teil der Biegung steil ansteigt und anschl ießend eine konstante Beanspruchungskurve aufweist.
Es lassen sich ebenfalls Federscheiben konzipieren, deren Beanspruchungskurve bis zu einem Spitzenwert ansteigt und dann abfällt. Kommt bei derartigen Federscheiben beispielsweise der abfallende Teil der Elastizitätskurve zum Einsatz, handelt es sich um eine Feder, die bei Entspannung Kraft aufbaut. Diese Besonderheit ist in zahlreichen Anwendungen zu finden.